Dampfloks im Locorama

Einige Dampfloks finden sich immer im Locorama, einzig die betriebsfähigen Loks sind manchmal unterwegs ...

Zwei Dampfloks sind im Locorama immer anzutreffen: Die ehemalige E 3/3 der SBB, die vor dem Locorama aufgestellt ist, und die bayerische S 3/6. Zurzeit findet sich im Freigelände auch die C 5/6 2958 der SBB (Elefant). Die E 3/3 ist weiter unten beschrieben, mehr Informationen zur S 3/6 finden sich hier.

Die Ec 3/5 Nr. 3 der MThB

Ec 3/5 Nr. 3 des Vereins Historische MThB

Die Ec 3/5 Nr. 3 der MThB kann häufig im Locorama besichtigt werden. Allerdings: An den Tagen mit den Ufer-Dampffahrten ist sie unterwegs zwischen Kreuzlingen und Rorschach, und besucht dabei natürlich das Locorama regelmässig.

Einige Angaben zur Ec 3/5 Nr. 3:

Hersteller: SLM Winterthur, 1912
Länge über Puffer: 10, 4 m
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Leistung: 441 kW (600 PS)
Dienstgewicht: 52,4 t

Die Ec 3/5 Nr. 3 des Vereins Historische MThB wird häufig für Sonderfahrten aller Art verwendet.

Allgemeines zum Typ E 3/3

1896 bestellte die Schweizerische Centralbahn (SCB) bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) zehn Stück einer weiter entwickelten dreiachsigen Rangierlokomotive mit Nassdampf-Zwillingsantrieb.

SBB E 3/3 8485 - Werksfoto SLM Winterthur

E3/3, ehemals SBB 8474

Da die neue Lok ihren Dienst zur Zufriedenheit leistete, wurden bis zur Verstaatlichung im Jahre 1902 total 25 Maschinen dieses Typs in Dienst gestellt. Von den ehemaligen Privatbahnen NOB (Nord–Ost-Bahn), SCB (Schweiz. Centralbahn) und JS (Jura–Simplon-Bahn) übernahmen die Bundesbahnen in den Jahren 1902/03 61 Stück 3/3-gekuppelter Rangierlokomotiven.

Drei weitere noch durch die SCB bestellte Loks wurden 1902 direkt an die SBB geliefert. Im Gegensatz zu den bisherigen SCB E 3/3 wiesen die drei ein Führerhaus auf wie es 1901 bei zehn fast baugleichen an die Jura-Simplon Bahn (J-S) gelieferten E 3/3 gebaut worden war.

Wie diejenige der Streckenlokomotiven, so genügte auch der Bestand dieser Maschinen keineswegs und musste sofort erweitert werden, um allmählich alle Bahnhöfe, grösseren Stationen und Anschlussanlagen mit einer beweglichen und starken Verschubmaschine auszurüsten und die zum Teil in diesem Dienst noch in Verwendung stehenden, vom Streckendienst zurückgezogenen älteren Zugslokomotiven zu ersetzen.

Da der Mangel an leistungsfähigen Rangierloks gross war, liess die SBB bereits 1903 eine erste Serie SBB E 3/3 bauen, acht weitere folgten. Es wurde die im Jahre 1896 für die SCB entworfene Ausführung, die im Jahre 1901 auch von der JS angenommen worden war, weitergebaut.

Die ersten von der SBB bestellten E 3/3, die vom Personal den Übernamen «Tiger» oder «Tigerli» erhielten, unterschieden sich äusserlich praktisch nur durch ein anderes Führerhaus von den ehemaligen "Privatbahnlokomotiven". Während der gesamten Produktionsdauer, welche sich bis 1915 erstreckte, flossen aber nach und nach diverse Änderungen und Verbesserungen ein.

  • Durch Verminderung der Siederohre wurde die Heizfläche von Nr. 8459 an etwas verkleinert.
  • Von Nr. 8471 an wurde durch stärkeren Rahmen und die Einrichtung der Westinghousebremse das Dienstgewicht um 1,4 t erhöht.
  • Die Nrm. 8478–81, 8519, 8520 erhielten für den Einsatz in Basel-St. Johann einen vergrösserten, bis auf Dachhöhe reichenden Kohlenkasten.
  • Von 8480 an mit Vergrösserung des Achsstandes von 3120 auf 3320 mm der hintere Kesselüberhang beseitigt und der Führerstand etwas verlängert.
  • Von 8486 an kam die bekannte vordere Rangierplattform mit Fusstritten, Griff- und Geländerstangen für das Rangierpersonal dazu; letztere wurden am Führerstand verbessert und später bei allen bereits im Dienst stehenden Loks dieses Typs nachträglich montiert.
  • Die Handbremse mit Exterhebel wurde ca. von 1907 an 8klötzig auf die mittlere und hintere Achse wirkend ausgeführt und auch die früheren Nummern, mit bisher je 1 Klotz auf jedes Rad, dahin abgeändert.
  • Die Nr. 8471–8481, 8494, 8495, 8511–8518, 8526, 8528 und 8529 waren mit Westinghousebremse mit Wirkung, die übrigen Nummern ohne Wirkung auf die Triebräder versehen; die Nr. 8519–8523 besassen auch Einrichtung für Regulierbremse.
  • Die Nr. 8459, 8460, 8471–8481, 8488–8495, 8503 bis 8505, 8513, 8524, 8525, 8528, 8529 waren mit Geschwindigkeitsmesser nach Hasler (7 Stück nach Klose) versehen und für den Dienst auf der Strecke ausgerüstet, wobei sie mit 50 km/Std. Geschwindigkeit verkehren durften.
  • Vom Jahre 1935 an wurde auch damit begonnen, die bereits mit Triebradbremse versehenen Nummern für einmännige Bedienung einzurichten; der zur besseren Handhabung am Regulatorhebel angebrachte Auslegergriff wurde auch nach links eingerichtet, daselbst wurde das Kühn'sche Rangierbremsventil und beidseitig der Druckluftsander angebracht. Fusstritte für das Rangierpersonal wurden auch neben und über den Zylindern angeordnet und mit Griff- und Geländerstangen versehen.
  • Eine Anzahl dieser Lokomotiven erhielt während des Weltkrieges Acetylenbeleuchtung, die aber später wieder entfernt wurde.
Die Kreiszuteilung war die folgende:
  • Nrn. 8456–8462, 8491–8493, 8503–8505, 8524, 8525: Kreis I, Unterhalt in Yverdon
  • Nrn. 8451–8455, 8463–8470, 8482–8488, 8496 bis 8500, 8506–8513: Kreis II, Unterhalt in Olten
  • Nrn. 8471–8475, 8489–8490, 8514–8518, 8526 bis 8527, 8531–8533: Kreis III, Unterhalt in Zürich
  • Nrn. 8476–8481, 8494–8495, 8528–8530: Kreis IV, Unterhalt in Rorschach
  • Nrn. 8501, 8502, 8519–8523: Kreis V, Unterhalt in Bellinzona

Die Romanshorner Lok E 3/3 8474

Bei der Rangierlokomotive 8474 handelt es sich um eine E 3/3 der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinen Fabrik Winterthur (SLM). Die Maschine wurde 1907 von der SBB in Betrieb gesetzt und war insbesondere im Rangier- und Trajektbetrieb in Romanshorn eingesetzt. Nach der Ausserbetriebsetzung durch die SBB wurde sie von der Schweizerischen Reederei übernommen und im Basler Rheinhafen eingesetzt. Sie wurde 1977 ausser Betrieb gestellt, ging in Privatbesitz über und wurde konserviert.

Die ehemalige SBB E 3/3 8474 in der aktuellen Lackierung der Schweiz. Reederei im Locorama

Die ehemalige SBB E 3/3 8474 in der aktuellen Lackierung der Schweiz. Reederei im Locorama

SBB E 3/3 8474: Technische Daten

Baujahr     1907
Hersteller     SLM Nr. 1805
Mittlere Tara 35.0 t
Radstand 3.120 m
Länge über Puffer 8.495 m
Triebraddurchmesser     1.040 m
Dampfdruck     12 Bar
Wasservorräte     4.2 m3
Kohlevorräte     1.7 t
Höchstgeschwindigkeit     45-50 km/h

 

 

 

Aktuell:

Jubiläumsanlass 100 Jahre Museen im Thurgau vom 3. September 2017 im Locorama

Wir verweisen auf das Sonderprogramm, den Fahrplan der Uferdampffahrten und des Pendelzuges ins Locorama und die Hinweise in der Rubrik „Veranstaltungen

Saison 2017:
Die Saison 2017 dauert bis am 29. Oktober 2017. Das Locorama ist jeden Sonntag sowie am Pfingstmontag, 5.6.17 von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Einzelheiten siehe in der Rubrik Veranstaltungen.

Alle wichtigen Informationen finden sich konzentriert im Flyer

Freiwillige Mitarbeiter:
Wir suchen weitere freiwillige Kolleginnen und Kollegen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft finden sich hier.

Ort:

Alte SBB-Lokremise
Egnacherweg 1
CH-8590 Romanshorn
Schweiz

Eintrittspreise:

  • Erwachsene: CHF 6.00
  • Jugendliche von 6-16 Jahre: CHF 3.00

Kontakt:

071 460 24 27
079 82 77 454

Mail Locorama

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